Hier nur eine kurze Meldung: Unsere Tage in Athen gehen zuende, gleich machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof, von wo uns ein Reisebus in die albanische Hauptstadt Tirana bringt. Die Tickets haben wir mangels Albanisch- oder Griechischkenntnissen gestern mit viel Zeichensprache und viel Lächeln von einer freundlichen Frau in einem überraschen vertrauenwürdigen Reisebüro gekauft, vor dem ein überraschend vertrauenswürdiger Reisebus aus Albanien stand.
In Athen haben wir zweimal das Standard-Programm mitgenommen: Die Akropolis, mit dem weltberühmten Parthenon, und das Nationale Archäologische Museum mit seiner phantastischen Ausstellung prähistorischer und klassischer Artefakte. Weniger standardmäßig waren unsere Spaziergänge durch Exarchia, auf denen wir auch den Ort besucht haben, an dem 2008 Alexandros Grigoropoulos erschossen wurde.
Athen ist eine sehr “rauhe” und schmutzige Stadt, besonders in unserem und den umliegenden Stadtteilen. Trotzdem haben wir keinerlei Feindlichkeit gespürt oder uns zu irgendeinem Zeitpunkt bedroht gefühlt. Es wird eindrucksvoll deutlich, dass dies jahrzehntelang der östlichste metropolitane Außenposten der EU, quasi ihr Tor nach Asien, war. Athen wird uns, ähnlich wie Belgrad damals, noch lange zu denken geben.
