
Aber nun ja - es lässt sich leben. Der Eingang zu unserer Suite wurde nach unseren Beschwerden nett hergerichtet.

Aber nun ja - es lässt sich leben. Der Eingang zu unserer Suite wurde nach unseren Beschwerden nett hergerichtet.
Moin!
Wir sind sicher und gesund in Prag angekommen. In einem Hostel, das Anna recherchiert und zielsicher aufgefunden hatte, sind wir untergekommen. Der Sparsamkeit halber schlafen wir in 10-Bett-Zimmern mit den anscheinend einzigen anderen Gästen des Hostels – betrunkenen italienischen Jugendlichen.
Heute waren wir im “Museum für Kommunismus”, einem sehr populären Museum, das die Geschichte des Kommunismus in Tschechien mit vielen Bildern und Ausstellungsstücken erzählt und dabei keinen Hehl aus seinem flammenden Antikommunismus macht. Man kommt aber nicht umhin, dies als gerechtfertigt zu verstehen, angesichts der Dokumente und Berichte aus der Zeit der Sowjetunion. Insgesamt ist die Geschichte dort etwas verkürzt aber lebhaft dargestellt.
Außerdem haben wir eine Salvador Dalí-Ausstellung besucht, die mir sehr gefallen hat. Eine Skulptur (siehe Foto) wollte ich direkt klauen, bis mir einfiel, dass das nicht erlaubt ist, und ich mich mit einem Foto begnügen musste – was auch nicht direkt erlaubt, aber bestimmt etwas weniger vorboten war
In Prag waren heute, offenbar anlässlich einen Fußballspiels, zahlreiche Fans eines Belgrader Fußballclubs. Der gröhlende Mob größtenteils sehr kräftiger und sehr kurzhaariger junger Männer wurde in der Innenstadt von einem nicht kleinen Aufgebot an Polizei mißtrauisch beäugt. Todesmutig habe ich mich in ihre Nähe begeben, um einem alten Sinnspruch einmal im Leben Wahrheitswert zu verleihen: “Ich stehe vor einem Serbenhaufen!”
Zu guter Letzt möchten wir Euch ein Foto von unserer neuen Unterkunft zeigen, und wie das Personal dort gerade damit beschäftigt ist, unser Gepäck auf unsere Suite zu bringen.
Glück auf!